Sicherheit im Tunnel

Die zuständige Gebietseinheit sowie Polizei, Feuerwehr und Sanität wurden im Vorfeld der Tunneleröffnung in Schulungen mit diesem komplexen Ablauf vertraut gemacht. So kann jederzeit ein höchstmögliches Level an Sicherheit, Schutz und Rettung gewährleistet werden.

Sicherheit geht über alles
Die Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit eines National­strassentunnels sollen sowohl Unfälle verhindern (Primärziel) als auch die Auswirkungen vermindern (Sekundärziel). Dabei muss die Infrastruktur, also das Bauwerk Tunnel, so gebaut sein, dass es sicher befahren werden kann (Signalisation, Beleuchtung, Belüftung, Linienführung etc.) und im Ereignisfall optimale Sicherheitseinrichtungen für die Menschen aufweist. Die Möglichkeit zur Selbstrettung der Verkehrsteilnehmenden steht hierbei im Vordergrund.

Sollte es im Tunnel zu einem Ereignis kommen, stehen verschiedene Elemente zur Verfügung, die auch im Ernstfall für Sicherheit sorgen.

Die Sicherheitsausrüstung im Galgenbucktunnel

  • Fluchtweg (WELK)
  • Rauchabsaugung
  • Notrufsäulen
  • Hydranten/Löschwasserleitung
  • Sensorik/Detektion
  • Notfallbeleuchtung
  • Notfallbeschilderung

Fluchtweg
Der Galgenbucktunnel besitzt drei Notausgänge im Abstand von ca. 300 Metern. Von diesen führt je ein Treppenabgang in den Werkleitungskanal (WELK) unter der Fahrbahn und von dort zu den Portalen Engi und Bahntal. Dieser Fluchtweg steht permanent unter Überdruck und wird von zwei Zuluftstationen mit Schleusen an den Portalen belüftet.

Rauchabsaugung
Im Brandfall erfolgt eine Rauchabsaugung über die Brandklappen. Diese befinden sich alle 100 Meter in der Zwischendecke und können einzeln angesteuert werden. Ausgestossen wird der Rauch über einen Kamin in der Engi.

SOS- und Hydranten-Nischen
Im Tunnel befinden sich ca. alle 150 Meter sowohl SOS- als auch Hydranten­nischen.

Im Notfall: Alles nach Plan
Die Sicherheitselemente und -prozesse werden in regelmässigen Tests auf ihre Funktionstüchtigkeit und ihr Zusammenspiel hin überprüft. Dabei
wird eine sogenannte Tunnelreflexmatrix getestet, die für jedes Ereignis eine bestimmte Reaktion in einer vordefinierten Abfolge festlegt. Von der Quelle (bspw. Rauchmelder) bis zur Reaktion der zustän­digen Elemente oder Personen wird jeder einzelne Datenpunkt unter die Lupe genommen.