Die Zentralen

Die grösste der drei Unterverteilzentralen befindet sich in der Engi. Damit sich das Bauwerk besser ins Landschaftsbild einfügt, wurde es mit Erdreich überdeckt und begrünt, heute ist es weitestgehend im Hang verschwunden. Der Kamin, der oben links zu sehen ist, dient der Rauchgasausblasung im Ereignisfall.

Raum für Technik
Die Einrichtungen für die Ener­gieversorgung des Tunnels, für die Steuerung der Verkehrsleitelemente und der Überwachungseinrichtungen sowie die Lüftungsanlagen benötigen viel Raum, welcher nicht im Tunnelquerschnitt Platz findet.

Dafür wurden in der Engi, in der Tunnelmitte und im Bahntal je eine sogenannte Unterverteil­zentrale (UV) erstellt.

In diesen drei UV stehen für den Galgenbucktunnel insgesamt 2’020 Quadratmeter Technikraum zur Verfügung, was in etwa einem Drittel eines Fussballfeldes entspricht.

Via Werkleitungskanal, der unter der Fahrbahn liegt, werden beispielsweise die Tunnelbeleuchtung, LED-Schilder, die Technik rund um die SOS-Nischen und Notausgänge, Überwachungsanlagen sowie die Strahlventilatoren mit Energie versorgt.

Elektro- und Lüftungszentrale Engi
Die grösste UV ist diejenige in der Engi mit mehr als 1’500 Quadratmetern Raumfläche. Sie ist dreigeschossig aufgebaut und beherbergt Transformatorenanlagen, Schaltanlagen für Nieder- und Mittelspannung, Notstrom-Batterien und vieles mehr. Im unterirdischen Geschoss befindet sich zudem die Steigzone, welche der Kabeleinführung zu den Elektroinstallationen dient. Auch der im Werkleitungskanal liegende Fluchtweg führt hier über ein Treppenhaus ins Freie.

In den Unterverteilzentralen laufen die Fäden der gesamten Tunneltechnik zusammen.

Der Werkleitungskanal – Hauptschlagader und Fluchtweg
Der drei Meter breite und zwei Meter hohe Werkleitungskanal unter dem Fahrraum kann als technische Hauptschlagader des Tunnels bezeichnet werden. Hier verlaufen zahlreiche Leitungen und Kabel, die Wasser, Strom und Daten transportieren und für den Tunnelbetrieb essentielle Geräte miteinander verbinden. Im Ereignisfall dient der Werkleitungskanal zudem als Fluchtweg.

Blick in den Werkleitungskanal, auf den Trassen rechts liegen heute sämtliche Verkabelungen.